About Woolf

Mein Name ist Berger Wolfgang. Ich spiele als Gitarrist, Sänger, Komponist und Texter seit über 35 Jahren in diversen Bands (Straycat Bluesband 1978-81, The Woolfgang 1989/90, Small Pussy 1991/92, Petra Alexandra 1993-97/2002-2010, Farmer Best 2007/08, TEXAS HOSENWorld Money Pirates 2010/11) und Bandprojekten wie („Up to 52“ 2003/04, The neverending Rehearsal Tour 2011/12) mit. Geboren wurde ich 1959. Aufgewachsen bin ich auf einem Osttiroler Bergbauernhof. Seit 25 Jahren lebe ich in Wien.

Musikalische roots – Episode1

Da wir zuhause Ende der 60er Jahre aus finanziellen Gründen „nur“ einen alten Röhrenradio zur Verfügung hatten, ohne UKW also ohne Ö3, welcher damals noch ein guter Sender war, wurde ich eher von Volksmusik und Schlagern, den musikalischen Vorlieben meiner Eltern geprägt. Die Initialzündung zum BIG BANG, welcher mich dann wirklich in die unendlichen Weiten der musikalischen good vibrations beförderte, war der Sommerurlaub im Jahr 1971. Ich besuchte meine Großmutter in Innsbruck. Das erste mal vom Bergbauernhof in eine Großstadt, ein Flash. Die Wohnung meiner Großmutter war nicht groß, aber gemütlich. Das Aufregende dort war die Schallplattensammlung meines Onkels welche er dort lagerte. In der Sammlung war Alles vertreten, aber ich kannte nichts. LP`s von den Stones, Beatles, Doors, Hendrix, Cream, Simon & Garfunkel, Dylan usw. und jede Menge Singles aus dieser Zeit. Ein kleiner billiger Stereo Plattenspieler, ich hatte vorher immer über mono Musik konsumiert, war auch dort. Ich klappte die beiden Boxen welche am Plattenspieler befestigt waren herunter und stellte sie halt irgendwie hin. Dann ging`s los. Es war fantastisch. Ein völlig neues Hörerlebnis. So arbeitete ich mich langsam durch die stattliche Musiksammlung durch. Draußen war schönstes Wetter, aber ich hatte nicht den geringsten Bock ins Freie zu gehen. Ich war so gefesselt von der neuen Musik und den neuen technischen Möglichkeiten ihrer Wiedergabe, dass ich keine Zeit verstreichen lassen durfte. Ich hatte nur drei Wochen. Es kristallisierte sich heraus, dass mir eine der vielen Bands besonders gut gefiel. The Rolling Stones. Und da das live Album `GET YER YA-YA´S OUT!`. Mittlerweile lag ich meisten im Bett meiner Großmutter, stellte mir die Boxen jeweils ca. 50cm links und rechts vom Kopf hin, und tauchte in dieses, für mich auch heute noch, beste Rock`n Roll live Album ein. Eine Nummer überragte alle. Midnight Rambler. Der bedrohliche und archaische Drive am Anfang, dann der laszive Mittelteil welcher unmerklich in den exstatischen Schluss übergeht. Ich war gefangen vom Rhythmus, dem Bass und den 2 Gitarren links und rechts, der Gesang war eher Nebensache. Obwohl er war schon auch gut. Aber die Gitarren waren mein Ding. Jedenfalls kam es mir vor als wäre ich mitten im Madison Square Garden live dabei. Ich habe das Album in diesen 3 Wochen sicher 50 mal gehört. Ich war süchtig. Wieder zu hause, kehrte erst mal wieder der Alltag ein. Keinen Plattenspieler, kein Radio mit UKW.Das folgende Jahr hielt ich mich neben der Schule bei Freunden am musikalischen Laufenden. War zwar mühsam aber förderte die Kommunikation. 1972 im Sommer arbeitete ich als Ferialpraktikant in der Schlosserei in der mein Vater arbeitete. Mit dem ersparten Geld kaufte ich mir endlich mein eigenes Radio – mit UKW.

Musikalische roots – Episode 2

Ich bin glücklich, aber in ziemlich armen Verhältnissen aufgewachsen. In den Wirtschaftswunderjahren ging es aber auch bei uns langsam aufwärts. 1973 stellte sich für meine Mutter die Frage ob sie meiner Schwester für den Musikunterricht in der Hauptschule eine Gitarre kaufen sollte. Sie fragte mich was ich davon halte. Ohne zu zögern, pries ich in blumigen Worten das nicht übermäßig vorhandene Talent meiner Schwester und empfahl ihr die Gitarre zu kaufen. Jetzt brauchte ich nur noch zu warten, und das dauerte nicht lange, bis meine Schwester die Lust am Gitarre Unterricht verlor. Nach wenigen Monaten war ich stolzer Besitzer einer billigen aber guten Konzertgitarre. Ich begann autodidaktisch aus dem Gitarre Lehrbuch meiner Schwester die ersten Akkorde zu lernen. Mit vierzehn schenkte mir mein Onkel seinen alten Plattenspieler und einen Teil seiner Schallplattensammlung. Mittlerweile war ich durch eine Radiosendung auf den Blues gekommen. Elmor James, Sonny Boy Williams Lightin` Hopkins und Co waren nun neben den Stones große Favoriten von mir. Ich hörte mir ihre Songs stundenlang an und versuchte sie auf der Gitarre nachzuspielen. Das war zwar, ohne Noten und Lehrer, oft auch mit scheitern verbunden. Aber die Teile die ich nicht nachspielen konnte ersetzte ich dann durch eigene Improvisationen. Ich glaube so habe ich meinen eigenen Stil gefunden, das war meine Gitarrenschule. 1975/76 begann ich mit Freunden zu proben und wir gründeten die Straycat Blues Band. Den Bandnamen ist abgeleitet vom Song Straycat Blues auf dem oben besprochenen 69er Live Album der Stones. Womit wir wieder am Anfang der Band History wären.

Keep on rockin`

Ein Gedanke zu „About Woolf

  1. Pingback: keep on rockin` | woolfslivelife

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